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von Karin Hahn

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Johan Theorin: Nebelsturm, Aus dem Schwedischen von Kerstin Schöps, Piper Verlag, München 2009, 446 S., €19,95

„Auf einmal kam ihm alles so sinnlos vor – warum hatten sich Katrine und er eigentlich jahraus, jahrein damit beschäftigt Häuser zu renovieren und einzurichten? Warum?“

Ab dem Winter 1846 ereignet sich ein Todesfall nach dem anderen auf der Insel Öland. Akribisch zeichnet Mirja Rambe, die Mutter von Katrine alles auf. Joakim und Katrine Westin, und das mag auch eine Flucht aus Stockholm gewesen sein, kaufen sich einen alten, einst prachtvollen Hof - Åludden. Joakims Schwester ist als Drogenabhängige zu Tode gekommen, immer wieder stand sie vor ihrer Villa und rief um Hilfe und Geld. In Åludden renovieren die beiden Lehrer die Räume und stecken ihr gesamtes Geld in das Anwesen, das einst aus einem Schiffswrack errichtet wurde. Nah und einsam am Wasser gelegen mag es im Sommer zauberhaft sein, im Winter ist der Ort nur kalt und finster. Joakim bricht zum letzten Mal nach Stockholm auf. Seine kleiner Tochter Livia, der Sohn Gabriel und seine Frau bleiben zurück. Alles soll wunderbar werden. Als Joakim von der jungen Polizistin Tilda Davidsson einen Anruf erhält, beginnt die Katastrophe. Seine kleine Tochter ( später stellt sich heraus, dass das Kind die Tochter seiner Schwester ist ) ist ertrunken. Doch das ist ein Irrtum, Joakims Frau ist die Tote. Was zuerst wie eine Unfall aussieht, stellt sich als Mord heraus. Hätte Joakim die Abergläubigen der Insel um Rat gefragt, dann wüsste er, dass die Toten am Meer zurückkehren. Auch Katrine scheint ihrer Tochter zu erscheinen. Auf den Balken der Scheune stehen noch immer die Namen der Toten eingeritzt, und all seinen Bewohnern hat dieser Ort nur Unglück gebracht.

Packend und vor allem äußerst unheimlich, wie eine moderne Geistergeschichte, liest sich dieser atemberaubende Roman von Johan Theorin.

Viele Schicksale laufen zusammen und alles ergibt am Ende einen Sinn.

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