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REZENSION von Karin Hahn |
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Manuela Olten: Schnell ins Bett, Carlsen Verlag, Hamburg 2008, 36 Seiten, €14,90 Runde Köpfe, strubblige Kurzhaarfrisuren, kleine Augen und breite frohe Münder unverkennbar, das sind die selbstbewussten Jungenfiguren in einem Buch von Manuela Olten. Ob echte Kerle oder wahre Freunde, den rotzfrechen Helden der Künstlerin sitzt der Schalk im Nacken, wenn sie auf dem Papier ihr Eigenleben beginnen. Es sind die realen Alltagsgeschichten, die die Illustratorin so gekonnt in Szene setzt. Auch in dem neuen Bilderbuch „Schnell ins Bett“ spielt Erlebtes, dass Kinder und Eltern gleichzeitig nachempfinden können, eine Rolle. Sebastian spielt mit seinem Freund Pirat. Alles war doch prima, bis dieser so genannte Freund den anderen in der Klasse hämisch erzählt, dass Sebastian in einem Babybett schläft. Sebastian kickt am Abend den Schmusebär aus dem Bett und träumt von den feixenden Kindern, die ihn am Tag geärgert haben. Keine Frage, Sebastian will ein großes Bett. Im Kaufhaus liebäugelt die Mutter wieder mit einem Bett für Kleine, aber Sebastian entscheidet sich für das Hochbett. Klein sein oder groß sein wollen das sind wichtige Fragen im Leben jedes Kindes. Doch immer kommt den Kindern die Liebe zum vertraut Gewohnten in die Quere, auch Sebastian. Manuela Oltens neues Bilderbuch besticht durch klare Bilder, direkte Aussagen und es geht ans Herz, denn jedes Kind weiß: So war es bei mir auch.
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