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REZENSION von Karin Hahn |
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FILM Filmtipp: Madagaskar 2 , USA Studio: Dreamworks, Regie: Eric Darnell, Tom McGrath Verleih: UIP Genre: Animation Start: 4. Dezember 2008 _________________________________________ Alex, der Löwe, Marty, das Zebra, Gloria, das Nilpferd und Melman, die Giraffe sind wieder da. Diesmal geht es nonstop per klapprigem Flugzeug mit den rattenscharfen Pinguinen in James Bond-Manier von Madagaskar aus Richtung New York. King Julian, der Lemur, kann sich diese Reise nicht entgehen lassen und nimmt natürlich seinen engsten, stoischen Berater Maurice gleich mit. Alles könnte so schön sein ( immerhin sitzt der duchgeknallte King in der ersten Klasse und genießt sein Menü, während die New Yorker Tiere auf den billigen Plätzen auf ihre Drinks warten müssen), würden nicht einige haarige Ereignisse, weibliche Reize, die die Crew irgendwie ablenken und diverse Konstruktionsfehler den Fliegenden in die Quere kommen. So rasant wie der Flug beginnt, ist er dann auch schon wieder zu Ende mitten in der afrikanischen Savanne. Alex erkennt recht schnell, dass sie nicht in der Großstadt gestrandet sind, sondern im Land des „Königs der Löwen“. Diese Seitenhiebe konnten sich die Filmemacher einfach nicht verkneifen. Alex findet tränenreich Mam und Dad wieder und Marty geht selig im Heer der Zebras unter. Gloria verliebt sich in einen dicken Verwandten und Melman schaut als Medizinmann, nur das kann seine Berufung sein, in die Röhre, denn er traut sich nicht Gloria seine Liebe zu gestehen. Ein paar New Yorker auf Safari, denen die smarten Pinguine die Jeeps unter dem Hintern weggeklaut haben, machen den Dschungel unsicher und die Handtaschen schwenkende Alte aus dem ersten Teil übernimmt recht martialisch die Anführerrolle. Die verwegenen Pinguine werkeln mit den gewerkschaftlich organisierten Affen am Flugzeug herum. Alex findet nur schwer zu seinen Wurzeln und seiner wahren Bestimmung zurück und muss einiges einstecken. Verspielt, temporeich und mit den Lieblingsmusiken der Pinguine untermalt erzählt dieser gelungene Unterhaltungsstreifen die turbulente Geschichte von den vier Musketieren ohne dramaturgische Schwächen weiter. Schnell erkennt der Zuschauer einige Szenen aus anderen beliebten Filmen, so lässt Disney grüßen, aber auch „Piraten der Karibik“, „Findet Nemo“ und weitere bekannte Thriller und Actionstreifen. Themen aus der menschlichen Welt wie Intrigantentum, Liebe, Verrat, Identitätssuche und Freundschaft werden auch in diesem witzigen Animationsfilm strapaziert. Allerdings hält die Geschichte gekonnt die Balance zwischen komischer Unterhaltung und Seelen schweren Dialogen. Ein absolut sehenswerter Film für die ganze Familie - wie es immer so schön heißt - und bei diesem Afrikatrip stimmt es auch!
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