REZENSION

von Karin Hahn

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Jean-Jacques Sempé & René Goscinny & Sempé: Der kleine Nick feiert, Diognes Verlag, 1 CD, 19 Minuten, €14.90

In neun Geschichten feiert der kleine Nick, aber eigentlich ist es immer ein Fest für die Erwachsenen, die sich in jeder aber auch jeder Situation unmöglich benehmen.

Da schubst der Nachbar Nicks Vater, Chlodwigs Vater scheitert als Alleinunterhalter, die Familienmitglieder erzählen nur von ihren Krankheiten oder tauschen hinterhältig gezielte Gemeinheiten aus. Da ist Nick als feinsinniger und gnadenloser Beobachter der reinste Waisenknabe. Chlodwig ist zwar der schlechteste Schüler in Nicks Klasse, aber seine Geburtstagsfeier will niemand verpassen. Die Eltern von Chlodwig haben eine kindgerechte Party organisiert und der Vater von Chlodwig hat sich etwas ganz Besonders ausgedacht. Allerdings hat er nicht mit der Konkurrenz des Fernsehers gerechnet, der die Aufmerksamkeit der Kinder viel mehr anzieht. Mit gutem Beispiel geht Nicks Vater dem Sohn eigentlich nie voran, aber bei der Diät hätte er ruhig mal durchhalten können. Der Besuch beim Chef von Nicks Vater Herrn Padberg geht dann auch so richtig daneben. Nick benimmt sich auch hier ganz wunderbar brav. Allerdings sind es die Kinder der Padbergs, die den Nachmittag versauen und doch ist Nick im Nachhinein traurig, denn eine kleine Schwester fehlt ihm noch zu seinem Glück.

Die Geschichten vom kleinen Nick sind immer wieder ein Erlebnis: zeitlos, wundervoll und so herrlich unschuldsvoll gelesen von Rufus Beck.

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